Sehr geehrte Besucher!
Registrieren Sie sich um Zugang zu allen Fortbildungen und Fortbildungszertifikaten zu erhalten

Vielen Dank für Ihre Anmeldung zu unserem Newsletter!
Sie erhalten jetzt eine E-Mail in das Postfach Ihrer angegebenen E-Mail Adresse. Diese enthält einen Aktivierungslink zu Ihrer Anmeldung. Damit werden Ihre Daten vor Missbrauch geschützt und verhindert, dass jemand anderer Sie in diesen Newsletter einträgt.

Falls Sie die E-Mail nicht innerhalb der nächsten 10 Minuten erhalten, schauen Sie doch bitte einmal in Ihrem Spam-Ordner nach.

Schliessen
4. Symposium Philosophie & Medizin

4. Symposium Philosophie & Medizin

Medizin ohne Vertrauen
13.04.2018

Willkommen


Congress Menü

Sehr geehrte Damen und Herren!
Liebe Kolleginnen und Kollegen!


Kann Heilung ohne Vertrauen gelingen? Muss nicht der Patient dem Arzt vertrauen, dem er sich „anvertraut”? Und muss nicht auch der Arzt dem Patienten vertrauen? Ist es nicht erst das Selbstvertrauen beider – des Patienten in seine Selbstheilungskräfte, des Arztes in sein Können – auf dessen Grundlage der Heilungsprozess erfolgreich verlaufen kann?

„Es hat etwas Bedenkliches über Vertrauen zu reden. Irgendetwas scheint dann schon zerrissen zu sein, eine Selbstverständlichkeit geschwunden.” (Gernot Böhme). Tatsächlich scheint in unserer Gesellschaft ein zunehmender Vertrauensverlust stattzufinden. Der Versuch, schwindendes Vertrauen durch immer komplexere Regelwerke und engmaschigere Kontrollen zu ersetzen, wird voraussichtlich nicht gelingen. Zuwendung, zwischenmenschliche Nähe und ein empathischer, vertrauensvoller Umgang miteinander wird durch legistischen Druck nicht erzwungen werden können.
Solchen „Vertrauens-Fragen” möchte das diesjährige Symposium seine Aufmerksamkeit schenken.

Zu unserer großen Freude ist es uns gelungen, das „Philosophicum Würzburg” zur gemeinsamen Gestaltung unseres Symposiums zu gewinnen. Das „Philosophicum Würzburg” widmet sich seit Jahren dem Versuch, philosophisches Denken in die Medizin zu integrieren und das früher übliche „Philosophicum” (das in Preußen vor 150 Jahren durch das „Physicum” ersetzt wurde) wieder in die medizinische Ausbildung zurückzubringen.

In der Hoffnung auf eine auch zukünftig währende Zusammenarbeit möchten wir die Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland begrüßen und hiermit alle philosophisch-medizinisch Interessierten zu unserer Veranstaltung herzlich einladen.


Dr. Marina Marcovich
Präsidentin der Gesellschaft für Philosophie und Medizin







Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der Philosophie der Medizin,

hiermit möchte ich Sie zusammen mit den Mitveranstaltern des Würzburger Philosophicums, Prof. Dr. phil. Johann-Heinrich Königshausen und Prof. Dr. med. Michael Schmidt, sehr herzlich nach Wien zu unserem Symposium Medizin ohne Vertrauen einladen. Es wird in diesem Jahr von der Philomed Gesellschaft unter Ihrer Präsidentin Frau Dr. Marina Marcovich und dem Würzburger Philosophicum gemeinsam ausgerichtet. Hierfür bedanke ich mich ausdrücklich sehr herzlich bei der Philomed Gesellschaft und Frau Dr. Marcovich. Es stellt eine große Ehre für die Veranstalter und Unterstützer unseres Philosophicums dar.
Das Philosophicum (www.philosophicum.ukw.de) ist eine bereits seit vielen Jahren etablierte Lehrveranstaltung der Julius-Maximilians Universität Würzburg, für das folgendes Motto zentral ist: Ärztliches Handeln beruht auf zwei Fundamenten: Einerseits naturwissenschaftlicher Erkenntnis und technischem Können, andererseits auf Ethik, Humanität und Philosophie. Ersteres wird an der medizinischen Fakultät gelehrt, letzteres ist mit Ausnahme der Ethik in Deutschland curricular (noch) nicht vorhanden.

Der ärztliche Alltag in Klinik und Praxis hat sich in den letzten Jahren für viele Ärztinnen und Ärzte dramatisch und zu deren Ungunsten verändert. Es existiert ein gewaltiger Kostendruck, der das ärztliche Handeln und die ärztliche Unabhängigkeit inzwischen erheblich beeinträchtigt. Das humane Grundanliegen der Medizin scheint immer mehr und mehr in den Hintergrund verdrängt zu werden. Darunter leidet das Patienten-Arzt Verhältnis mit der Folge, dass das Vertrauen in dasselbe vital bedroht ist. Welche Folgen kann dieser Vertrauensverlust für unsere Gesellschaft, aber auch für das Individuum konkret haben? Existiert ein Vertrauensverlust darüber hinaus, beispielsweise in Bezug auf eine vorwiegend naturwissenschaftliche Fokussierung der modernen Medizin mit ihrer Hyperspezialisierung und ihrer zunehmenden Digitalisierung? Beinhaltet Vertrauen letztendlich auch einen Gestaltungsauftrag?

Wir möchten Sie einladen, unsere philosophische Antithese Medizin ohne Vertrauen kritisch zu betrachten, ihre Ursachen und Phänomene zu beleuchten und mit uns mögliche kreative Ansätze zu finden.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen, eine rege Diskussion und das Kennenlernen.
 
Priv.-Doz. Dr. Thomas Bohrer, MA
Würzburger Philosophicum Universitätsklinikum Würzburg,
Leitender Arzt Klinik für Thoraxchirurgie ?Klinikum Kulmbach

 

Kooperationspartner